FORUM 2005

Zu wessen Diensten?
Frauenarbeit zwischen Care-drain und Outsourcing


Rückblick auf das FrAu-Forum 2005

Bern, Samstag, 2. April 2005
10.00 h - 17.15 h
Eglise Française

Programm | Referentinnen | Veranstalterinnen | Dank


Frauenarbeit - das bedeutet oft flexibilisierte, schlecht bezahlte und unsichere Arbeitsverhältnisse, vor allem im privaten oder öffentlichen Dienstleistungsbereich. Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung und der rasenden Entwicklung der (Kommunikations-)Technologien werden auch ihre Rahmenbedingungen heute wesentlich von den Entscheidungen globaler Akteure in Wirtschaft und Politik bestimmt. Das gilt für Dienstleistungen, die von einem Land ins andere ausgelagert werden, ebenso wie für Haus- und Betreuungsarbeiten, die an papierlose Migrantinnen abgegeben werden. Wo liegen unsere lokalen und transnationalen Handlungsmöglichkeiten im Widerstand gegen Ausbeutung, im Kampf um ökonomische Unabhängigkeit und im Bemühen um Frauensolidarität?

Am FrAu-Forum beleuchteten Expertinnen und Aktivistinnen aus dem In- und Ausland aktuelle Entwicklungen und Tendenzen, machten internationale Erfahrungen des Widerstands und der Selbstorganisation sichtbar und fragten nach Perspektiven und Handlungsstrategien.


Programm

09.30

Türöffnung, Begrüssungskaffee

10.00

Eröffnung und Einführung ins Thema: Annette Hug, Frauenrat für Aussenpolitik

10.30

Outsourcing im Dienstleistungsbereich - Chance oder Falle?

 

Cecilia Ng Choon Sim: Ausgelagerte Backoffice-Dienstleistungen - Chancen und Risiken für Frauen in Malaysia
Kalyani Menon-Sen: „Techno-Kulis“ in Indien - Herausforderung für die Frauenbewegung

11.30

Pause

11.50

Diskussion

13.00

Lunch

14.15

Care-drain: Die Auslagerung der Versorgungsarbeit

 

Gloria Moreno-Fontes Chammartin: Hausangestellte transnational - Entwicklungen, Rechtslage und Perspektiven in verschiedenen Regionen der Welt
Rosanna Mungiello: Segregation von Migrantinnen auf dem italienischen Arbeitsmarkt am Beispiel von Osteuropäerinnen in der Betagtenpflege
Nathalie Ljuslin: Überlebensstrategien von Migrantinnen und aktuelle Projekte in der Suisse Romande

15.30

Pause

16.00

Diskussion

17.15

Abschluss


Referentinnen

Cecilia Ng Choon Sim, Dozentin für Gender and New Technologies am Asian Institute of Technology in Thailand, Mitarbeit beim Journal on Gender, Development and Technology und Aktivistin in der Frauenbewegung in Malaysia.

Kalyani Menon-Sen, Mitarbeiterin der feministischen Organisation JAGORI in Indien, Cooperation mit verschiedenen UNDP-Projekten und internationalen Frauen-Netzwerken.

Gloria Moreno-Fontes Chammartin, Projektleiterin Migration bei der International Labor Organization (ILO) in Genf

Rosanna Mungiello, Sozialwissenschafterin, Doktorandin an der Universität Padova

Nathalie Ljuslin, Ethnologin, Projektverantwortliche von Chèques-emploi im Kanton Waadt und der Permanences volantes für Sans-papiers-Frauen in Genf


Veranstalterinnen

Der Frauenrat für Aussenpolitik (FrAu) ist ein 1990 gegründetes Netzwerk von friedens-, migrations-, entwicklungs- und menschenrechtspolitisch engagierten Frauen. Seine Aktivitäten basieren auf der ehrenamtlichen Tätigkeit der Mitglieder. Als Rahmen für die feministische Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen in diesen Bereichen lancierte der Frauenrat für Aussenpolitik anfangs der neunziger Jahre die Veranstaltungsreihe FrAu-Forum, die in loser Folge durchgeführt wird.
Verantwortlich für das FrAu-Forum 2005: Michèle Amacker, Marianne Hochuli, Annette Hug, Stella Jegher, Anni Lanz, Gertrud Ochsner, Amanda Weibel



Dank

Folgenden Organisationen danken wir für die finanzielle Unterstützung:
terre des hommes (Schweiz), Solifonds